Bis der Trott uns scheidet

Ist es Liebe oder nur noch Gewohnheit? Wer sich diese Frage stellen muss, kann sich sicher sein: Hier muss etwas getan werden. Beziehung retten oder beenden?

Frau hält sich wütend die Ohren zu, während der Mann schnarcht
© Fotolia

Man hat Schmetterlinge im Bauch, blickt sich schüchtern in die Augen und kann es kaum erwarten, sich wiederzusehen. Man hatte das erste, zweite, dritte Date. Man zieht in die gemeinsame Wohnung, bekommt das erste Kind, dann das zweite. Vielleicht baut man sogar ein Haus. Und irgendwo zwischen Kinderbetreuung, Arbeit, Haushalt und Alltag wird aus dem romantischen Date ein „Wir müssen mal wieder etwas gemeinsam unternehmen“. Im Subtext „Wir müssen an unserer Beziehung arbeiten“.

Obwohl man nie damit gerechnet hätte: Irgendwann ist die Luft raus. Das passiert mal früher, mal später – mit viel Glück passiert es nicht. Doch was tun, wenn der Zeitpunkt gekommen ist? Wenn man sich nach der Arbeit nicht mehr auf den anderen freut, das Kribbeln fehlt und nur noch über dreckiges Geschirr, herumliegende Kleidung gesprochen wird. Der Mundgeruch widert einen an und das laute Schnarchen in der Nacht nervt.

Raus aus dem Trott

Fehlt in der Beziehung die mal aufgeflammte Leidenschaft? Übertüncht der Alltag die Gefühle? Wird die Beziehung geprägt von Streit und Konflikten? Klingt schlimm. Ist es auch. Doch der Beziehungstrott bedeutet nicht gleich das Ende der Partnerschaft. Das kommt in den besten Beziehungen vor und man kann daran arbeiten.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Beziehung zu retten?

  1. Nehmt euch mehr Zeit füreinander!
    Denn die bleibt zwischen Arbeit und Kindern auf der Strecke. Man kommt nach der Arbeit nach Hause, kümmert sich um die Kinder, kocht noch etwas, wiegt die Kleinen in den Schlaf und fällt danach müde ins Bett. Am Wochenende sieht es auch nicht besser aus. Wann bleibt da noch Zeit für die Partnerschaft?
    Die Beziehung wird hinten angestellt, läuft nebenher und muss wieder mehr Platz einnehmen.
    Nehmt euch regelmäßig einen Babysitter und geht ins Restaurant, ins Kino, schwingt das Tanzbein – all diese kleinen Dinge, die man früher einfach gemacht hat und mit Kindern schwieriger geworden sind.
    Lasst die Kleinen auch mal bei Oma und Opa übernachten und fahrt ohne sie in den Romantik-Urlaub.
  2. Redet miteinander!
    Du bist unzufrieden mit der Beziehung, eurem Umgang, dem Sexleben? Und dein Partner hat keinen Schimmer davon? Es ist wichtig, dass du mit deinem Partner über deine Sorgen und Wünsche redest, damit er die Möglichkeit hat, etwas an der Situation zu ändern.
  3. Zeit für eine Pause?
    Viele versuchen die Beziehung durch eine vorübergehende Trennung zu retten. Entweder wird die verlorene Leidenschaft durch die Pause wieder neu entfacht oder man merkt, dass der Partner einem leider nicht fehlt. Häufig verzögert eine Beziehungspause allerdings nur die Trennung, für die der Mut fehlt.
  4. Frischt euer Liebesleben auf
    Man kennt den Partner jahrelang, ist zusammengewachsen, kennt sich in und auswendig und schätzt den Menschen an seiner Seite. Aus dem Bauchkribbeln wurde eine enge Verbundenheit. Die langjährige Partnerschaft kann langfristig allerdings zu einem langweiligen Sexleben führen – oder schlimmer: es bleibt ganz auf der Strecke.
    Es ist wichtig, dass Sex nicht zur Routine wird. Rede mit deinem Partner über deine Bedürfnisse: Möchtest du mal etwas anderes ausprobieren? Keine Scheu und raus damit! Sonst ändert sich nichts.
  5. Ist eine offene Beziehung eine Option?
    Wenn man kaum noch Lust auf Sex mit dem Partner hat, kann eine offene Beziehung eine Option sein. Man liebt sich und führt weiterhin eine Beziehung, aber gegessen wird auswärts – und wahlweise Zuhause. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass beide Seiten damit einverstanden sind. Es sollten klare Regeln aufgestellt werden. Vorsicht: Für eifersüchtige oder Kopfkino-Menschen eignet sich eine offene Beziehung nicht.

 

 

Aus und vorbei: Warum es wichtig ist, eine Beziehung zu beenden

Die Beziehung neigt sich dem Ende zu und man will es nicht wahrhaben: Man war mal so glücklich und hätte sich nie vorstellen können, dass es einmal so weit kommt. Die gemeinsame Wohnung, der gemeinsame Alltag, die gemeinsamen Kinder – will man das alles aufgeben? Nur, weil die Gefühle nicht mehr da sind?

Klar, man kann das gewohnte Leben ewig weiterführen. Man muss damit nicht mal unglücklich sein. Doch wenn man sich eingesteht, dass die Gefühle für den anderen schon lange nicht mehr da sind, wenn der Abschiedskuss fehlt, Sex zur Pflicht wird oder man sich schuldig fühlt, dass der Bauch kribbelt, wenn man auf die nette Nachbarin trifft, dann ist eine Trennung nicht nur fair dem Partner, sondern auch sich selbst gegenüber.

Trennung – Was nun?

Das Beziehungs-Aus reißt den meisten zunächst den Boden unter den Füßen weg. Vieles, was einem zuvor vertraut war, verschwindet. Man ist nun auf sich allein gestellt. Auf der anderen Seite vom Bett fehlt jemand. Abends ist keiner mehr da, mit dem man die Alltagssorgen teilt, gemeinsam Serienstaffeln schaut oder auf den Feierabend anstößt.
Eine Trennung tut weh und muss erstmal überwunden werden. Egal von wem die Trennung ausgeht. Ganz wichtig: Ob man nun verheiratet war oder eine gemeinsame Familie gegründet hat: wegen einer Trennung muss man sich nicht schämen. Allein im Jahr 2015 haben sich über 160.000 Paare scheiden lassen. Weit höher wird die Dunkelziffer der Trennungen sein. Das Durchschnittsscheidungsalter liegt bei knapp 45 Jahren.
Klar, eine Trennung stellt das ganze Leben auf den Kopf, doch sie bietet auch die Möglichkeit, sein eigenes Leben wieder in die Hand zu nehmen. Das zu machen, was einem Spaß macht. Und vielleicht jemanden kennenzulernen bei dem es wieder richtig kribbelt. Ja, es gibt ein Leben nach der Trennung.

Bereit für einen neuen Partner?

Eine Trennung zu verarbeiten, braucht Zeit. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, da interessiert man sich wieder für andere. Vielleicht trifft man jemanden auf der Party von Freunden, sieht jemanden im Café oder wird auf der Straße angesprochen. Doch was, wenn man dieses Glück eben nicht hat? Wenn man bereit ist für eine neue Partnerschaft, aber nicht weiß, wo man die nächste Liebe findet? Gerade die Partnersuche im mittleren Alter gestaltet sich schwierig. Viele Gleichaltrige sind bereits vergeben, haben eigene Familien. Wer im engeren Umkreis kein Glück hat, der muss seine Suche ausweiten. Es mag nicht für alle eine Option sein, aber Online-Partnerbörsen bieten die Möglichkeit, gezielt nach einem Partner zu suchen. Hier kann man jemanden anonym via Nachrichten und Bilder kennenlernen und sich erst dann auf ein Date einlassen, wenn man das Gefühl hat, dass es auch passt. Immer mehr Singles finden ihren Partner im Netz.

Testbericht zu Parship über 5 Millionen Mitglieder in Deutschland

  • Sehr seriöse Partnerbörse
  • TÜV-zertifiziert
  • Viele registrierte Mitglieder
  • Gezieltes Matching passender Partner durch fundierten Persönlichkeitstests
  • Hilfreiche Tipps im Magazin “beziehungsweise”
  • Große Auswahl an Single-Events
  • Herzliche Community und freundlicher Umgangston
  • Sehr großer Service-Faktor
  • Vielfach premiert und ausgezeichnet

Wichtig ist, dass man mit der Trennung abgeschlossen hat und wirklich bereit für etwas Neues ist. Wenn man dann auch noch genau weiß, was einem wichtig ist und wen man sich an seiner Seite wünscht, dann klappt’s sicher auch mit der Partnersuche.