Sicherheit beim Online-Dating

Sicherheit beim Online-Dating ist wichtig. Wie schützt man sich konkret vor Betrügern, Stalkern und Romance Scammern? Und welche Sicherheitstipps sollte ich für das erste Date unbedingt einhalten? Wie du dich schützen kannst, erfährst du hier.

Das Auge einer Frau durch ein Schlüsselloch betrachtet.
© Fotolia

Sicherheitstipps für das Online-Dating

Schon bevor es an das erste Date geht, kannst du dich vor potentiellen Lustmolchen und Betrügern schützen. Wie das geht? Sortiere einfach im Vorfeld die schwarzen Schafe aus, so dass du gar nicht erst von solchen Gaunern angeschrieben und kontaktiert wirst. Hier die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitstipps im Überblick.

Wähle eine seriöse Dating-Plattform

Sicherheit fängt bei der Wahl der richtigen Partnerbörse an. Viele kostenlose Dating-Plattformen können kaum die Mittel aufbringen, um seine Mitglieder ausreichend zu schützen. Wer hingegen ein paar Euro monatlich in eine Partnervermittlung oder Singlebörse investiert, kann mehr Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Meist gehört dazu eine gründliche Personenverifizierung, die sicherstellt, dass Fake-Profile oder anstößige Profilbilder von der Plattform entfernt werden. Parship führt beispielsweise ein zweistufiges Anmeldeverfahren und einem ID-Check bei seinen neuen Mitgliedern durch. Bei eDarling werden verifizierte Mitgliedern mit einem „Echtheitssiegel“ gekennzeichnet, das den flirtwilligen Singles eine Identifikation mittels Personalausweis bescheinigt.

Testbericht zu Parship 5 Millionen Mitglieder

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  • Sehr großer Service-Faktor
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Neben Personenprüfungen kann auch ein Blick auf den Kundendienst nicht schaden. Ein breit aufgestellter Kundenservice oder Support zeigt, dass die Anliegen der Mitglieder ernst genommen und tatsächlich bearbeitet werden. Wenn du dir immer noch unsicher bist, wirf einfach einen Blick in unsere ausführlichen Testberichte oder die aktuellen Qualitätssiegel der verschiedenen Anbieter. Die Initiative Safer Dating listet beispielsweise Anbieter mit hohen Sicherheitsstandards, während Communities wie das große Nutzerforum „stalking-forum“ nicht nur dem Austausch dienen, sondern auch riesige Link-Listen für regionale Beratungsstellen sowie Buch- und Filmtipps zum Thema bereithalten. Achte bei der Anmeldung einfach auf solche Serviceleistungen und investiere ein paar Taler in deine Sicherheit.

Gib nicht zu viel von Dir preis

Schon klar: Du willst auf der Dating-Plattform überzeugen und dich von deine Schokoladenseite zeigen. Da spricht auch nichts gegen. Viele Singles neigen im Selbstdarstellungswahn allerdings dazu, zu viel von sich preiszugeben. Damit nimmst du zwielichtigen Personen und notorischen Lustmolchen die Arbeit ab und servierst ihnen deine Daten auf einem Silbertablett.

Kleiner Exkurs: Vor einiger Zeit geriet die vor allem bei Jugendlichen beliebte Videoplattform YouNow in die mediale Kritik, weil auf ihr vor allem Videos zu sehen waren, auf denen Teenies das ganze Spektrum ihrer Personendaten veröffentlichten. Per Stream verrieten sie allen, die es wissen wollten, ihren vollständigen Namen, ihre Vorlieben, ihre Kontaktdaten und wo sie abends für gewöhnlich so abhängen. In Anbetracht des Alters der zumeist noch minderjährigen Video-Blogger wurde die Geschichte von der erfahrenen Erwachsenenwelt als schlimm, beunruhigend und fast schon gemeingefährlich verteufelt. Dass ein Großteil der Erwachsenen beim Online-Dating ähnlich fahrlässig mit ihren persönlichen Daten um sich werfen, wird oft unter den Tisch gekehrt. Dabei ist es gleichermaßen gefährlich.

Der verantwortungsvolle Umgang mit den eigenen Daten geht alle was an – ob nun jugendliche YouNow-Surfer oder Online flirtende Frauen oder Männer. So sehr ihr euch beim Online-Dating auch ins rechte Licht rücken wollt: Verzichtet vorerst auf Informationen wie euren vollständigen Namen, die Anschrift, die Festnetznummer oder den Arbeitgeber. Dank solcher Infos und ein paar Google-Recherchen lässt sich schnell ein vollständiges Personen-Profil von euch zusammenklicken.

Anstatt auf eine E-Mail-Adresse zu verweisen, die bereits euren Namen enthält, solltet ihr zunächst auf die Kontaktmöglichkeiten des Dating-Anbieters zurückgreifen. Erstelle dir im Zweifelsfall lieber eine komplett neue E-Mail-Adresse. Vor dem ersten Date solltet ihr auf jeden Fall miteinander telefonieren. So können die Pläne von Betrügern schnell vereitelt werden. Beim Telefonieren solltest du allerdings sicherheitshalber deine Handynummer unterdrücken. Besser noch: Skype mit deinem Date und zwar per Videoanruf. Welcher Lustmolch oder Gauner zeigt schon gerne sein Gesicht?

Mit Informationen wie deinem vollständigen Namen, deiner Anschrift, der Festnetznummer oder deinem Arbeitgeber machst du dich zur Zielscheibe für Stalker und Betrüger.

Halte deinen PC auf dem Laufenden

Klingt einfach? Ist es auch. Trotzdem tun sich viele Internetnutzer schwer, ihren eigenen PC und die Mobilgeräte gegen aktuelle Viren und Malware zu schützen. Dabei eignen sich gerade Dating-Plattformen für Cyberattacken, weil sich dort eine Vielzahl an persönlichen Daten finden lässt. Bestes Beispiel hierfür ist der 2015 verübte Datendiebstahl bei dem Seitensprungportal Ashley Madison und die anschließende Veröffentlichung sämtlicher Nutzer-Informationen. Du kannst dich dagegen schützen, indem du dir ein aktuelles Antiviren-Programm zulegst – dazu raten nicht nur Experten, sondern auch Singlebörsen wie LoveScout24 (ehemals Friendscout24). Tu dir selbst einen Gefallen und wähle ein neues, sicheres Passwort für deinen Login und verzichte auf „123456“, „password“ oder „hallo“. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seine Online-Flirtereien auch in ein Internetcafe verlegen.

Testbericht zu LoveScout24.de über 1 Million Mitglieder

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Vorsicht vor Romance Scamming!

Pass beim Online-Dating auf, dass du keinem sogenannten Romance Scammer ins Netz gerätst. Bei dieser besonders fiesen Ausgeburt des Internetbetrugs wird dem Opfer die große Liebe vorgegaukelt. Sobald die mitleidserregenden Schicksalsgeschichten geschluckt wurden und ausreichend Gelder geflossen sind, werden die Betroffenen eiskalt fallengelassen. Achte beim Online flirten auf typische Indizien wie theatralische und übertriebene Komplimente beim Erstkontakt, verfrühte Liebesbekundungen und die bald darauf eintrudelnde schlechte Nachricht und die direkte oder indirekte Bitte um Geld. Melde verdächtige Profile umgehend dem Kundendienst und überweise niemals Geld.

Außerdem solltest du vor Phishing-Attacken gefeit sein. Vielleicht platzt dein Mail-Posteingang aus allen Nähten und du hast den Überblick verloren. Trotzdem solltest du nicht einfach blind alle Nachrichten öffnen oder gar Textlinks anklicken – auch nicht, wenn ein schnuckliger Muster-Single wie aus dem Katalog dich aus dem schützenden Umfeld der Dating-Plattform ziehen will. Nimm dich weiterhin vor Sonderrufnummern in Acht und komme nicht auf die Idee, da anzurufen. Verbraucherschutz-Seiten wie computerbetrug.de informieren über Phishing-Maschen, Dialerschutz und technische Gefahren.

Das Internet vergisst nichts!

Kommen wir zu den einschlägigeren Formen des Online-Flirtens. Nehmen wir mal an, du bist auf einer seriösen Dating-Seite angemeldet, weil du einen Partner für´s Leben sucht. Um möglichst viele Interessenten anzulocken, präsentierst du dich unter dem Motto „Sex sells“ auf viel zu freizügigen Fotos. Sein wir mal ehrlich: eigentlich brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du anstatt von einem Prinzen mit Zahnpasta-Lächeln und weißem Pferd von einem sabbernden Lustmolch angeschrieben wirst. Tipps für das richtige Profilbild bekommst du übrigens in unserem Artikel zum Thema.

Wer eine ernsthafte Beziehung sucht, sollte außerdem darauf verzichten, unanständige Fotos von sich per Mail, Whatsapp, Snapchat oder MMS zu verschicken. Vielleicht bist du dir dessen nicht bewusst, aber damit betreibst du aktives „Sexting“ – also den digitalen Austausch von erotischem Bildmaterial und Dirty Talk. Vorsicht: Das Versenden eines Nacktfotos noch vor dem ersten Date könnte bei deinem Gegenüber vielleicht als ein wenig aufdringlich ausgelegt werden (Achtung Ironie!).

Vielleicht weißt du aber auch ganz genau, was „Sexting“ bedeutet und du nutzt das Smartphone bewusst fürs Vorspiel oder Cyber Sex. Dann nur zu. Immerhin hat laut einer Studie des Datingportals „Secret“ schon fast jeder Dritte bereits erotische „Sexting“-Botschaften erhalten. Allerdings sollte dir klar sein, dass solche Fotos und Videos schnell auch auf anderen Seiten auftauchen können. Laut einer Studie der „Internet Watch Foundation“ lassen sich ganze 88% aller selbstgemachten Nackt-Fotos und -Videos irgendwann auf einer Website finden. Einige Apps wie beispielsweise Snapchat, Clipchat oder Squawk bieten Funktionen an, die ein sofortiges Löschen der Fotos ermöglichen – direkt nach dem betrachten. Achtung: Vor einem Screenshot durch den Adressaten oder vor einer lokalen Bildspeicherung ist aber niemand gefeit.

Testbericht zu Secret.de über 850.000 Mitglieder

  • Seriöse und TÜV-geprüfte Plattform
  • Keine Abo-gebundene Mitgliedschaft
  • Große Bandbreite an erotischen Vorlieben vertreten
  • Viele Features: Mini-Games, "Wer sucht mich?" und digitale Geschenke
  • Großer Ratgeber-Bereich "In Liebesdingen" und Glossar
  • Anonymität dank Pseudonym und Pseudonym und "Secret-Maske" für das Profil-Foto

Sicherheitstipps für das erste Date

So schön, einfach und nützlich Online-Dating auch ist – wer nicht verantwortungsbewusst mit seinen Daten umgeht, setzt sich verschiedenen Sicherheitsrisiken aus. Eine völlig neue Dimension erhält das Ganze durch das erste Date mit einem Unbekannten, da zwei Menschen hier in den direkten Kontakt treten. Dabei gilt es einiges zu beachten.

Wähle einen neutralen Ort

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl der richtigen Date-Location. Wer Inspirationen für Date-Ideen braucht oder sich einen Überblick über die absoluten No-Gos beim ersten Date verschaffen will, kann übrigens einen Blick in unsere Infografik „Wohin zum Date“ werfen. Ob du die Planung für euer kleines tête-à-tête nun selbst in die Hand nimmst oder dich von deinem Gegenüber überraschen lassen möchtest, der Treffpunkt und die Unternehmung wollen gut gewählt sein. Was du unbedingt vermeiden solltest sind abgelegene Treffpunkte, wie menschenleere Wälder und Parks, Raststätten oder gar gemütliche Spaziergänge über den Friedhof. Lege dich lieber direkt auf gut besuchte Locations fest wie ein Restaurant, eine nette Bar, einen Zoo, ein Erlebnis-Museum oder einen Trödelmarkt. Beim ersten Treffen solltest du dein Date auf keinen Fall zu Hause besuchen. Vermeide es außerdem, deinen Wohnort preiszugeben – entweder durch ein Treffen in deinen eigenen vier Wänden oder dadurch, dass du Zuhause abgeholt wirst.

Besorge dir einen Schutzengel!

Wer sich beim Blind Date generell unsicher fühlt, sollte sich absichern und sich rechtzeitig einen Schutzengel besorgen. Informiere eine Freundin oder einen Kumpel über den Aufenthaltsort und vereinbare gegebenenfalls einen Kontroll-Anruf mit einem zuvor abgesprochenen Anrufzeitpunkt: Ein kurzes “Du, ich habe gerade keine Zeit.” kann beispielsweise “Alles im grünen Bereich” signalisieren, während Sätze wie “Lass uns baldmöglichst mal treffen” bedeuten, dass irgendetwas nicht stimmt und man abgeholt werden möchte. Auch Hilfsorganisationen wie ”WEISSER RING” raten dazu, eine bekannte Person einzuweihen und sich einen Schutzengel im direkten Umfeld zu suchen. Die BDSM-Jugend (Bondage & Disziplin / Dominanz & Submission / Sadismus & Masochismus) namens „smjg“ spricht in diesem Zusammenhang übrigens von „Covering“ und bietet für Liebhaber von Fesselspielchen, Peitschen, Bondage und Sado-Maso direkt Online eine Cover-Vermittlung an, wo man sich einen Schutzengel vermitteln lassen kann.

Nicht nach Hause bringen lassen!

Wer Angst davor hat, dass der Verehrer sich als Stalker entpuppt und einem sogar bis nach Hause folgt, sollte das “Heimwegtelefon” kontaktieren. Die Berliner Hotline 030-12074182 ist immer freitags und samstags zwischen 22 Uhr und 02 Uhr besetzt und funktioniert bundesweit. Am anderen Ende der Leitung begleiten dich erfahrene Mitarbeiterinnen durch die Nacht und erfragen regelmäßig deinen aktuellen Standort. Eine telefonierende Frau wird der Theorie nach außerdem weniger belästigt, weil eventuelle Zeugen direkt mithören können.

Höre auf dein Gefühl!

Letztlich solltest du beim Online-Dating sowie beim ersten Treffen auf deine Intuition vertrauen. Vielleicht kommt dir beim Hin- und Herschreiben irgendetwas komisch vor oder du fühlst dich in die Ecke gedrängt. Dann solltest nicht zögern und den Kontakt schnellstmöglich abbrechen. Du bekommst beim ersten Treffen ein ungutes Gefühl und dein Date ist dir nicht ganz geheuer? Dann verabschiede dich schleunigst mit klaren aber taktvollen Worten und pfeife im Zweifel auf Nettigkeiten. Lass dich der Höflichkeit halber zu nichts überreden, was du nicht willst und such zügig das Weite. Dein Gefühl lässt dich sicher nicht im Stich, sollte sie sich allerdings kurz eine Pause gönnen, nimm für den Fall dein Handy mit.

Sicherheitstipps in der Übersicht

Tipps für das Online-Dating

  • Wähle eine seriöse Dating-Plattform (Indizien: ID-Check, Kundendienst, guter Ruf)
  • Gib nicht zu viel von dir preis (Bsp.: voller Name, Adresse, Telefonnummer, Arbeitgeber)
  • Erhöhe deine Internet-Sicherheit (Bsp.: sicheres Passwort, neueste Antivirus-Software)
  • Vorsicht vor Romance Scamming (Indizien: übertriebene Komplimente, schnelle Liebesbekundungen, Bitte um Geld)
  • Vorsicht vor Phishing (Indizien: Sonderrufnummern, Vorschlag der privaten Mail-Korrespondenz)
  • Versende keine erotischen Fotos und Videos

Tipps für das erste Date

  • Wähle einen neutralen Ort (gut besuchte Locations aufsuchen, nicht Zuhause treffen)
  • Besorge dir einen Schutzengel (Bekannte über Ort informieren, Kontrollanruf vereinbaren)
  • Lass dich nicht nach Hause bringen (Heimwegtelefon für den Nachhauseweg: 030-12074182)
  • Hör auf dein Gefühl (Kontakt oder Treffen bei ungutem Gefühl abbrechen)