Wie funktioniert Liebe?

Was ist Liebe? Wie funktioniert sie? Wann passen Menschen wirklich zueinander? Und wie findet man den passenden Partner? Hugo Schmale hat den Parship-Test erfunden und muss es wissen. Hier erfährst du, was er zum Thema Liebe zu sagen hat.

Hugo Schmale lacht
Hugo Schmale hat den Parship-Test entwickelt. © Screenshot Youtube/Parship.de

Was ist Liebe? Die Frage beschäftigt uns nicht erst seit Haddaways 90er Jahre Eurodance-Hymne “What is love?”. Glaubt man dem Duden, handelt es sich dabei um ein “starkes Gefühl des Hingezogenseins”. Der alte Philosoph Platon beschrieb sie als “eine schwere Geisteskrankheit”. Mathematiker konnten diese Geisteskrankheit immerhin in eine ewig lange Formel quetschen, mit der man die Dauer der (nicht ganz so ewigen) Liebe errechnen kann. Aus medizinischer Sicht wird Liebe gerne als chemischer Cocktail gehandelt: Neben Serotonin (“Ich bin total gut drauf.”) und Dopamin (“Ich bin wunschlos glücklich.”) spielt hier vor allem Oxytocin (“Ich will Nähe.“) eine große Rolle – das sogenannte “Kuschelhormon” sorgt für die Bindung oder Treue und funktioniert als eine Art sozialer Kleister. Aber ist Liebe nicht so viel mehr als ein starkes Gefühl, eine Geisteskrankheit, eine Formel oder ein chemischer Cocktail?

Hugo Schmale muss es wissen – nicht nur weil er Professor für Psychologie, Doktor, Autor und Philosoph ist. Der Hamburger hat das Matching-Verfahren und den Persönlichkeitstest von Parship entwickelt und gilt damit als Mitbegründer von Deutschlands größter Partnerbörse. Auch Schmale arbeitet mit Formeln, wenn er Menschen zusammenbringen möchte, die sich noch nie in natura begegnet sind. Von mathematischen Gleichungen, die die ganze Liebe umfassen, scheint er allerdings nicht viel zu halten. Dem Tagesspiegel verriet er in einem Interview: “Liebe kann nicht nach einer Formel gefunden werden. Eine Formel kann aber hilfreich sein, leichter Liebe zu finden.”

Von Gemeinsamkeiten und Gegensätzen

Professor Hugo Schmale versteht Liebe als eine Kombination unterschiedlicher Faktoren. Im Interview erzählt er: “Liebe besteht aus Schichten, die man getrennt voneinander betrachten muss und die sich immer neu miteinander verbinden. Der Parship-Fragebogen ermittelt 28 Schichten.”

Treffen sich zwei Menschen, prallen diese unterschiedlichen Schichten aufeinander. Wenn daraus Liebe werden soll, müssen die Schichten irgendwie zueinander passen – aber in welchem Maß? Übereinstimmungen spielen da natürlich eine große Rolle – zum Beispiel, wenn es um den Wunsch nach Nähe und Distanz geht. Schmale erklärt: “Auf dieser Ebene sollten beide Partner annähernd gleich sein. Wenn der eine 24 Stunden am Tag Händchen halten will und der andere fünf Minuten, haut das nicht hin.”

Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten sind aber längst nicht alles. Bei ein paar Milliarden potentiellen Partnern auf der Welt, kann der kleine Unterschied den riesigen Unterschied machen. Gegensätze scheinen sich bis zu einem bestimmten Grad doch anzuziehen. Zwei Singles, die den Persönlichkeitstest von Parship zu 100 Prozent gleich ausgefüllt haben, passen laut Schmale nicht zueinander. Denn in so einer Beziehung gäbe es “nichts mehr auszuhandeln”. Erst durch einen Mangel (den man möglichst ausgleichen möchte) könne Kraft zwischen den Partnern entstehen.

Info-Video: Prof. Dr. Hugo Schmale erklärt das Parship-Prinzip®

Liebe in Technicolor?

Wer Liebe sucht, sucht oft nach etwas, was es nicht gibt. Wir sehnen uns nach grenzenloser, leidenschaftlicher und ewiger Liebe, die alles ist – nur nicht langweilig. Wir wollen Tragik wie in “Romeo und Julia”, Freundschaft wie bei “Harry & Sally”, Unabhängigkeit wie in “Casablanca”, Spaß wie in “Verrückt nach Mary” und Liebe über den Tod hinaus wie in “Titanic”. Das Folgende mag jetzt hart klingen: So eine Liebe gibt es nicht und das Leben ist selten ein Technicolor-Musical. So sieht es auch Hugo Schmale: “Liebe ist eine Erwartung, die letztlich unerfüllbar ist”.

Diese Erwartungshaltung gegenüber der Liebe ist gefährlich. Viel schlimmer ist aber, dass wir faul geworden sind. In Sachen Liebe wollen das volle Programm: Disney-Film und Porno – Romantik, singende Tiere und Sex. Wir wollen allerdings kaum noch etwas dafür investieren. Hugo Schmale vergleicht unser heutiges Bild von der Liebe mit Ernährung: Essen sei etwas Mystisches, das wir lieben. Immerhin gieren wir nach Kochsendungen, stehen aber kaum noch selbst hinter dem Herd. Mit der romantischen Liebe verhalte es sich da ganz ähnlich: Weil sie uns zu kompliziert geworden sei, “muss Rosamunde Pilcher sie realisieren.”

Ein weiterer Nebeneffekt unserer Erwartungshaltung: Sobald wir unsere bessere Hälfte gefunden haben, wissen viele von uns nichts mehr mit sich anzufangen. So ist der Mensch vielleicht einfach gestrickt: Immer auf der Suche nach neuen Zielen. Und sobald die To-Do-Liste abgearbeitet ist, suchen wir uns neue Herausforderungen, Wünsche und Seifenblasen. Hugo Schmale fasst diese Ernüchterung und bittere Enttäuschung ganz gut zusammen, wenn er sagt: “Nichts ist toter als ein erfüllter Wunsch.”

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Wie finde ich Liebe?

Was können wir also tun? Vielleicht sollten wir fürs Erste unsere Vorstellungen von Liebe auf den Prüfstand stellen und korrigieren. Also verabschiede dich von Disney-Filmen und Pornos. Hinterfrage deine Erwartungen. Wie Hugo Schmale schon sagt, sind unsere Wünsche und Ideale “nicht angeboren, sondern wir erlernen sie.” Wer realistisch bleibt, wird meist positiv überrascht. Und vielleicht findest du dann doch noch eine eine Liebe in Technicolor. Aber vielleicht sind auch monochromatische Grauschattierungen eine Option.

Darüber hinaus solltest du bei der Suche nach Liebe immer du selbst bleiben. Versuche niemals, jemand anderes zu sein, sondern akzeptiere dich wie du bist. Eine dieser immer wieder ausgegrabenen Lebensweisheiten sagt: Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben. Klingt abgedroschen, stimmt aber. Wer mit sich selbst unzufrieden ist, erwartet vom Partner oft, dass er eine Lücke füllt, die man nur selbst schließen kann. Also versuche, dich selbst besser kennen- und lieben zu lernen. Hugo Schmale erklärt es im Tagesspiegel-Interview so: “Wie soll ich jemanden für mich wählen, wenn ich nicht weiß, wer ich bin?”  

Vielleicht erwartest du in Sachen Liebe keinen Disney-Film. Und vielleicht bist mit dir selbst im großen und ganzen einigermaßen zufrieden? Dann brauchst du nur noch den richtigen Partner. Im besten Fall harmoniert ihr zu 80 Prozent und ergänzt euch dank der Unterschiede. Wer noch auf der Suche ist, kann sich kostenlos bei seriösen Partnervermittlungen anmelden. Hier wird dir von Psychologen und Experten wie Professor Hugo Schmale unter die Arme gegriffen – und die scheinen wirklich etwas von ihrem Handwerk zu verstehen.

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