First Affair: 24-Stunden-Praxistest

First Affair - vielleicht die erste Adresse, wenn es um erotische Abenteuer, tabulosen Sex oder eine Affäre geht. Was erlebt man da? Welches Publikum tummelt sich auf First Affair und welche Angebote bekommt man? Antworten findest du in unserem „24-Stunden-Praxistest First Affair“.

Frau sitzt vorm Notebook und testet 24 Stunden lang First Affair

Die Rahmenbedingungen    

  • Das Casual-Dating-Portal First Affair wurde 24 Stunden lang getestet. Die Testphase ging von Dienstag 13:00 Uhr bis Mittwoch 13:00 Uhr.
  • Für die ersten 24 Stunden wurde die kostenlose Basis-Mitgliedschaft für Frauen genutzt.       
  • Die Eigeninitiative wurde weitestgehend zurückgeschraubt. Es wurde niemand aktiv kontaktiert. Auf Kontaktanfragen und Nachrichten wurde lediglich geantwortet.            
  • Der Test wurde von einer Frau durchgeführt.

Achtung! Warnhinweis

Im Gegensatz zu Partnerbörsen wie Parship, eDarling oder Elitepartner ist während des 24-Stunden-Praxistest auf First Affair sehr viel passiert. Der Text ist dementsprechend etwas umfangreicher und nichts für schwache Nerven.

Testbericht zu First Affair etwa 1,8 Millionen Mitglieder

  • Plattform garantiert "100%-ige Anonymität" und Transparenz
  • Günstige Mitgliederbeiträge und kostenloser Account für Frauen.
  • Viele Kommunikationsmöglichkeiten (Livechat mit Webcam oder anonyme Telefonate)
  • Gelungenes Feature "Tarnmodus" schützt vor neugierigen Blicken.
  • Großer Ratgeber-Bereich, viele Tipps und "Liebeslexikon"

24-Stunden-Praxistest First Affair: Das Protokoll

Die Startphase

13:00 Ich starte die Anmeldung. Als erstes soll ich Standardfragen beantworten. Ich bin eine Frau und suche einen Mann. Wofür der Mann gesucht wird, darf ich mir aussuchen: Für ein “erotisches Abenteuer”, “tabulosen Sex” oder einen “Partnertausch”. Gute Frage. Ich denke, mit tabulosem Sex kann man nicht viel falsch machen und schaue einfach mal, was dabei so rumkommt. Außerdem soll ich eine E-Mail-Adresse angeben und mir ein Pseudonym sowie ein Passwort ausdenken. 

© Screenshot First Affair

13:08 Ich soll meinen Account mit dem mir zugeschickten Verifizierungscode bestätigen. Dank “Copy&Paste” schnell gemacht.

13:10 Ich fülle mein Profil aus. Bei meinen Basis-Angaben wurde Berlin als “Mein Ort” direkt vorausgewählt. Man merkt, dass es hier vorrangig ums Treffen geht.

13:15 Zu meinem Äußeren: Es werden Größe, Gewicht, Statur, Haarfarbe, Haarlänge und Augenfarbe abgefragt. Mein Erscheinungsbild? Ich darf wählen zwischen: klassisch, modisch, sportlich, lässig, individuell, alternativ oder sonstiges. Zum ersten mal in meinem Leben frage ich mich, ob eher „individuell“, „alternativ“ oder nach irgendetwas „Sonstigem“ aussehe. Zum Glück sind Mehrfachangaben sind möglich.

13:18 Weiter zum Punkt “Über mich”. Halt! Ich habe jetzt schon Post?

13:20 Verdammt. Die Post des Mittvierzigers darf ich erst lesen, wenn ich mich zuvor per Handy verifiziert habe. Hm, ungern. Gibt es nicht eine andere Möglichkeit? War klar: Alternativ kann ich auch eine „Echtheitsgebühr für 5 Euro“ bezahlen.

13:23 Ich lasse mir das mit der Telefonnummer nochmal durch den Kopf gehen. Direkt auf der Verifizierungsseite bekomme ich keine Infos darüber, wie meine Nummer verwendet wird. Ich vervollständige lieber erst mein Profil und mache mich an die Punkte “Über mich”, “Mein Charakter”, “Meine Vorlieben” und “Meine Abneigungen”. Ich habe keine Ahnung, ob die Abneigungen nun allgemein gehalten oder sexueller Natur sein sollen. Ich gehe auf Nummer sicher und schreibe “Weiße Tennissocken” – das passt in beiden Fällen.

13:32 Jetzt geht es ans Eingemachte: Mir wird eine Liste präsentiert, auf welcher ich meine erotischen Vorlieben ankreuzen soll. Darunter auch „Rollenspiele“, „Swingerclub“, „Outdoor“ und „Intimrasur“. Bei „CS“ handelt es sich um „Cyber Sex“ und bei „OV“ um Oralverkehr. Für diejenigen, die mit den Kürzeln “AV”, “ONS” und “GS” nicht so vertraut sind, gibt es das sogenannte “Liebeslexikon”, wo Begriffe erklärt werden. Zwar gibt es keine Einträge für “ONS”, “AV” und “GS”, aber dafür gibt es ja Google.

Erotische Vorlieben © Screenshot First Affair

13:35 Fertig. Ich lade ein Foto hoch, das ich noch individuell zurechtschneiden kann. Das Foto wird manuell von First Affair geprüft und hoffentlich bald freigegeben.

13:40 Ich schaue ins Postfach. Bisher sind 6 Nachrichten eingetrudelt. Zwei davon sind von First Affair und beinhalten die Verhaltensregeln und die Info, dass meine Inserat-Angaben vollständig geprüft und akzeptiert wurden. Das ging ja schnell. Die restlichen Nachrichten sind von Interessenten.

13:51 Kaffee- und Kekspause.

Die Orientierungsphase

14:22 Auf der First Affair-Seite wird mir oben eine Leiste mit verschiedenen Usern angezeigt, die sich ständig aktualisiert. Solange mein Foto noch nicht freigegeben ist, klicke ich mich durch die verschiedenen Profile. Ein schlanker, junger Typ zeigt sich Oberkörperfrei unter der Dusche. Unter dem Punkt „Abneigungen“ hat er „die Ankackgeschichte“ geschrieben. Ich lege den Keks lieber beiseite. Solche Themen waren hier zu erwarten.

14:45 Mein Foto wurde abgelehnt. Die dazugehörende Benachrichtigung listet lediglich nochmals die Regeln für die gezeigten Bilder auf. Ich verstoße gegen keine dieser Kriterien. Mein Bild zeigt mich seitlich von hinten. Andere User zeigen teilweise nur Sixpacks, Hinterköpfe oder Rücken-Ansichten – überraschenderweise keine Hintern oder Geschlechtsteile. Ich probiere es nochmal mit einem anderen Bild.

15:15 Mein Bild wurde schon wieder abgelehnt. Schon leicht frustriert versuche ich es mit einem anderen Foto. 

16:10 Gerade habe ich den „Tarnmodus“ für mich entdeckt. Die Seite von First Affair zeigt sich in einem leicht verruchten Violett. Schalte ich den „Tarnmodus“ ein, erstrahlt die Seite in einem seriösen Weiß. Ideal für Bus, Bahn, Uni oder die Arbeit. Aber im Büro macht sowas natürlich keiner… 

Normale Ansicht und Tarnmodus. Namen und Fotos wurden entfernt.  © Screenshot First Affair

17:02 Mein Bild wurde schon wieder abgelehnt. Inzwischen nervt´s gewaltig. Ich bin vollständig zu sehen, allerdings von der Seite. Na gut, nächster Versuch. Aller guten Dinge sind vier, oder so.

17:41 Ich wühle mich durch die Datenschutzbestimmungen der Dating-Plattform, weil ich immer noch damit hadere, mich via Telefonnummer freischalten zu lassen. Nach Angaben von First Affair wird die Nummer nur verschlüsselt übertragen und per „Hash-Verfahren“ (oder sogenannter „Einweg-Funktion“) abgespeichert. Eine Weitergabe an Dritte oder eine Nutzung für Werbezwecke wird in den Datenschutzerklärungen ausgeschlossen. Ich gebe mir einen Ruck und tippe meine Telefonnummer ein. Ein paar Sekunden später klingelt das Telefon und eine freundliche, männliche Stimme vom Band gibt mir einen Zahlencode durch. Heureka, ich kann Nachrichten lesen. 

Telefonische Verifizierung © Screenshot First Affair

Das Rantasten

17:43 Erste Nachricht: „dein profil hat es mir angetan: ich bin sehr offen und neugierig (…) und dein profil mmmmh lecker. und steh zur verfügung… melde dich doch mal.“  Nach der knappen Verabschiedung folgen lyrische und andere Ergüsse. Da ist alles drin, was ich erwartet habe. Hier die etwas softere Kurzfassung: Es geht um eine Frau, die ihre Lippen öffnen soll, um eine Vulva, eine Zunge, den Geschmack von Cognac, einen Daumen und viel „jaaaaaaa“. Der Rest bleibt eurer Phantasie überlassen. Ich schreibe dem 45-jährigen, verheirateten und nach eigenen Angaben „sexbesessenen“ Freund von flotten Dreiern zurück und bedanke mich für seine poetische Entladung.

17:51 Ich wühle mich durch die nächsten Nachrichten. Meist handelt es sich dabei um unverbindliche Anfragen, Lobreden auf mein Profil und sogenannte „Vertrauensangebote“. Ich bin neugierig, also klicke ich einfach mal auf „Annehmen“ und schaue, was passiert.

Nachtrag: In den FAQ von First Affair wird die Funktion genauer erklärt: „Vertrauensleute sind Mitglieder, (…) denen Sie vertrauen.“ Aha!?! Soll heißen, dass man in den Einstellungen festlegen kann, dass nur „Vertrauensleute“ die hochgeladenen Bilder ansehen können.

18:20 Jetzt habe ich aber die Schnauze voll. Mein letztes Profilbild wurde schon wieder abgelehnt. Ich schreibe dem Support eine frustrierte Nachricht und frage, warum. Kann doch nicht sein, dass männliche User hier mit Profilfotos durchkommen, worauf nur dürftige Sixpacks abgebildet werden, während man meine Bilder alle abgelehnt. 

18:38 Wie zum Hohn bekomme ich gerade von einem 27-jährigen Frankfurter eine vorgefertigte Mail zugeschickt: Jemand “findet Ihr Profil sehr interessant und möchte ein Foto von Ihnen sehen. Laden Sie jetzt schnell ein Foto hoch.” First Affair hat einen guten Sinn für Humor.

Foto-Anfrage © Screenshot First Affair

18:54 Ich beantworte weiter Nachrichten. Die Konversationen auf First Affair werden mir als kompletter Nachrichtenverlauf angezeigt. Die Ansicht erinnert an einen Messenger. Bei der Kürze einiger Nachrichten, die eher einem Chat gleichen, ein echt komfortables Feature.

19:13 Tobias* schreibt mir: „würde dir sehr gerne erzählen, was ich mit dir vorhabe“. Die Nachricht endet ohne weitere Erklärung. Gute Masche, denke ich mir. Ich bin neugierig und frage ihn, was ihm da konkretes vorschwebt.

19:15 Marco* schreibt mir eine lange Mail und erzählt mir von seinem Leben. Weil er in einer Beziehung steckt, kommt für ihn nur eine „dauerhafte Affäre“ in Frage. Ich schreibe zurück und frage ihn, ob seine Partnerin davon weiß.

19:32 Marco* antwortet, dass er die Situation vollständig im Griff habe – seiner Partnerin scheine es mittlerweile egal zu sein, was er so treibe. Ich frage ihn, wie es ihm mit der Situation geht.

19:54 Marco* gibt mir seine Telefonnummer und fragt vorsichtig, ob ich Interesse an einer unverbindlichen Konversation hätte. Falls das aber viel zu früh sei, entschuldige er sich vorab schon einmal für sein Vorpreschen. Die Nachricht ist unsicher formuliert. Auf meine Frage, wie es ihm geht, antwortet er, dass er gerne wieder richtig leben möchte.

20:11 Tim (57)* schreibt mir, dass er zwischen seinen ganzen Affären mit Gleichaltrigen zur Abwechslung mal an einem Intermezzo mit einer jüngeren Dame interessiert wäre. Ob ich Interesse hätte? Naja, der Altersunterschied ist schon groß und irgendwie stehe ich nicht so auf Sugar-Daddys.

20:23 Ein selbsternannter Freund von dicken Gesäßen fragt, was ich von analer Verwöhnung halte. Immerhin kommt er gleich auf den Punkt. Ich bin irritiert, dass ich überhaupt angeschrieben wurde. “AV” habe ich in meinen erotischen Vorlieben explizit nicht angekreuzt.

20:26 Ah, Tobias* hat geantwortet. Er wollte mir zuvor gerne erzählen, was er mit mir vorhat, ließ mich dann aber am langen Arm verhungern. Sein Vorhaben hat scheinbar irgendetwas mit einer „geilen Geschichte“ im Schwitzbad zu tun. Mehr verrät er nicht.

20:31 Ich bekomme die erste Anfrage, ob man das Nachrichtenschreiben nicht auf WhatsApp verlagern könnte. Nö! Safety First beim Online-Dating. Ich gebe meine Nummer nicht an Fremde raus, von denen ich nur das Sixpack kenne.

20:31 Ein 51-jähriger Geschichtenerzähler möchte mich zu einer „erotischen Fantasiereise“ via Chat einladen. Ich lehne ich den Chat erst einmal ab und möchte erst wissen, was mich da grob erwartet.

20:51 Der Geschichtenerzähler antwortet mir: Ich solle mir für den Anfang vorstellen, dass wir zwei eine „heiße, aufregende Nacht“ miteinander verbringen werden, in der wir „mit Sicherheit nicht zum Schlafen kommen. Ich werde deine …“ Nachricht Ende. Die wilde Fahrt kommt ins Stocken. Der Erotik-Express wird zum Bummelzug. Verzögerungen bei der Bahn bin ich ja gewohnt, aber so ein abgekoppelter Wollust-Waggon ist schon frustrierend.

21:02 Okay. Ich bin seit gefühlten Ewigkeiten dabei, Nachrichten zu lesen und zu beantworten. Im Posteingang wartet eine wahre Flut an neuen Mails und so langsam komme ich mit dem Antworten nicht mehr hinterher. Auffällig: Viele der User, die mich anschreiben, sind in den 40ern und 50ern.

21:14 Die erste indirekte Beschwerde: So langsam möchte man ein Foto von mir sehen – das sei nur fair. Sehe ich ja genauso. Also kläre ich den Unbekannten über die missglückten Fotofreigaben auf und frage ihn, ob er Tipps für das richtige Profilbild  hat. Er meint, dass ich es zur Abwechslung mal mit Farbfotos probieren soll, da Schwarz-Weiß-Fotos unter Umständen als “nachbearbeitet” eingestuft werden könnten.

21:16 Ein 45-jähriger Brandenburger hat mir bereits mehrere Nachrichten geschrieben. Er liegt auf dem Sofa und sucht „was heißes zum chatten“. Schade, dass ich mit dem Antworten so langsam sei: „du hättest zusehen können, wie ich an meinen nippeln spiele“. Da steht er nach eigenen Angaben nämlich sehr drauf. Ich frage ihn, ob er generell ein Freund des Nippels sei oder nur auf seine eigenen stehe.

21:27 Der Freund von Nippeln hat mir geantwortet, dass er auch Gefallen an den Brustwarzen anderer Menschen findet. Schön für ihn. Er hätte gerne ein Foto meiner Nippel. Da hat er leider kein Glück.

22:00 Schluss für heute. Mit vielen Eindrücken klappe ich das Notebook zu. Mal sehen, wovon ich heute Nacht träume.

Der nächste Tag

08:30 Nach einer erstaunlich traumlosen Nacht geht es weiter. Ich habe bezüglich der Foto-Freischaltung eine Antwort vom Support bekommen. Mir wird gesagt, dass ich gegen irgendeine der vielen Regeln verstoßen habe. Welche das sein soll, weiß ich immer noch nicht. Ich klicke auf einen Link, bei dem ich ein Foto zur erneuten Prüfung hochladen kann und probiere es ein allerletztes Mal (diesmal wirklich).

© Screenshot First Affair

08:36 Fünfzehn Nachrichten im Posteingang. Ich habe erneut eine Mail von Tim erhalten – dem 57-jährigen Sugar-Daddy, der auf der Suche nach einer jungen Gespielin ist. Der Mann weiß sich auszudrücken, ist höflich, kultiviert und von der unkomplizierten Sorte. Er versteht meine Bedenken bezüglich des großen Altersunterschiedes und schlägt vor, dass man sich erst einmal ganz unverbindlich bei einem Kaffee beschnuppern kann. Falls mir sein Äußeres nicht zusagen sollte, kann ich ohne große Erklärungen das Weite suchen. Er fragt, ob er mir ein Vertrauensangebot machen und seine Fotos für mich freischalten darf. Das ist mir hier noch nie passiert.

08:47 Ein 42-jähriger ONS-Fan fragt, ob er mich mit “echten 20 cm” überzeugen kann. Nachmessen sei erlaubt.

09:07 Ich werde von einem 28-jährigen Bonner nach meiner Mail-Adresse gefragt. Da könne man ungestörter schreiben, müsse auf der Arbeit nicht dauernd ein First-Affair-Fenster geöffnet haben und kann (wenn man denn möchte) Fotos austauschen. Meine Bilder wurden ja immer noch nicht freigegeben. Weil wir bereits einige Nachrichten hin und her geschrieben haben und ich mir extra für First Affair eine neue Mail-Adresse angelegt habe, gebe ich sie bedenkenlos raus.

09:43 Eine neue Nachricht von Tobias*, der auf eine “geile Geschichte” im Schwitzbad angespielt hatte. Er beschreibt mir ein Szenario, bei dem ich nackt in der Therme liege und Herrenbesuch bekomme. Zwischendurch fragt er, ob ich noch da bin. Ich nehme mir einen Schluck Kaffee und einen Keks und schreibe “ja”. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Irgendwann fragt er mich, ob ich schon so weit sei. Es sei ihm sehr wichtig, dass ich ihm sage, wann ich soweit bin. Ich nehme mir noch einen Keks, zucke mit den Schultern und schreibe ihm “jetzt”. Tobias* scheint zufrieden. Er bedankt sich für den Spaß und bescheinigt mir, dass ich “echt geil” war. Schön! Ich freue mich, wenn ich weiterhelfen kann.

10:39 Ein 47-jähriger Niedersachse fragt höflich, ob mich ein Abenteuer mit einem gepflegten und erfahrenen Mann reizen könnte. Wir kommen ins Gespräch über Wohnorte, Dialekte, regionale Gepflogenheiten und die Arbeit. Es stellt sich heraus, dass er Pendler ist und das Wochenende bei seiner Familie verbringt. Werktags stehe er aber für eine Affäre zur Verfügung.

10:46 Ich werde von einem 20-jährigen Brandenburger nach meiner E-Mail-Adresse gefragt. Als Begründung nennt er in etwa die gleichen Argumente, wie der Bonner. Ich schicke ihm meine extra angelegte Mail-Adresse.

11:35    Ich unterhalte mich mit einem 25-jährigen Hamburger. Ich erzähle ihm, dass ich noch relativ neu bin und frage ihn nach seinen bisherigen Erfahrungen hier. Er verrät mir, dass er dank First Affair bereits viele neue und interessante Kontakte, drei Treffen und eine neue sexuelle Erfahrung verbuchen konnte. Letztere hat mit einigen Piercings und Oralverkehr zu tun. Neugierig?

Testbericht zu First Affair etwa 1,8 Millionen Mitglieder

  • Plattform garantiert "100%-ige Anonymität" und Transparenz
  • Günstige Mitgliederbeiträge und kostenloser Account für Frauen.
  • Viele Kommunikationsmöglichkeiten (Livechat mit Webcam oder anonyme Telefonate)
  • Gelungenes Feature "Tarnmodus" schützt vor neugierigen Blicken.
  • Großer Ratgeber-Bereich, viele Tipps und "Liebeslexikon"

Die letzte Stunde

12:09 Ein recht ansehnlicher 28-jähriger Berliner fragt, was ich gerade treibe und wo ich gerade bin. Er will sich spontan treffen, weil er heute einen halben Tag Urlaub und bis zum Abend noch Leerlauf hat.

12:48 Weil ich neugierig bin, wage ich zwischendurch mal einen Blick in mein E-Mail-Postfach. Immerhin hatte ich meine Adresse an zwei Männer herausgegeben. Und tatsächlich finden sich drei neue Nachrichten im Posteingang. Hier die Zwischenbilanz.

Zwischenbilanz

E-Mails von Usern: 3

Geschriebene Wörter: 0

Geschickte Fotos: 7

(davon Penis-Abbildungen: 7)

Geschickte Videos: 1

(davon Penis-”Bewegtbilder”: 1)

Achtung: Frauen müssen damit rechnen, dass sie bei der Herausgabe ihrer privaten Mail-Adresse eventuell Bilder mit pornografischen Inhalten erhalten könnten. Wer konkret danach sucht, ist hier an der richtigen Adresse.

12:56 Kurz vor Ende macht mir der Geschichtenerzähler ein Livechat-Angebot. Die “erotische Fantasiereise” soll weitergehen. Der Erotik-Express rollt an… und kommt mit quietschenden Rädern wieder zum Stehen, denn die Zeit ist zu Ende. Endstation.

Chat-Ansicht © Screenshot First Affair

12:58 Ein letzter Blick in mein Profil. Das zuletzt von mir hochgeladene Foto wird immer noch geprüft. Schade. Mich überrascht allerdings, wie viele Zuschriften ich trotzdem bekomme habe.

13:00 Die 24 Stunden sind vorbei. Ich bin hier auf viele interessante Typen gestoßen, habe einige kuriose Angebote bekommen und viele neue Eindrücke gewinnen können. Ich klappe das Notebook zu und fühle mich bereits nach fünf Minuten seltsam: nüchtern, langweilig und irgendwie normal. Der Alltag ruft. Jeder Kopfurlaub muss auch mal zu Ende gehen.

Statistik

24-Stunden-Praxistest First Affair

Die Zahlen der ersten 24 Stunden

Anzahl der Kontaktpersonen (User): 33

Nachrichten gesamt: 136*

Davon neue Nachrichten: 23

Davon Antwortnachrichten: 113

Erhaltene “Vertrauensangebote”: 9

Vorgefertigte Foto-Anfragen: 7

Livechat-Angebote: 3

Erhaltene “Geschenke”: 0

Wie oft “angezwinkert”: 0

* Die hohe Anzahl der Nachrichten kommt unter anderem auch wegen der Kürze der Mails zustande. Einige der Nachrichtenverläufe glichen eher Chatverläufen.

Fazit und Empfehlung

Im Gegensatz zu Partnerbörsen wie Parship, eDarling und Elitepartner werden die Mitglieder bei dem Casual-Dating-Portal First Affair nicht per Berufsbezeichnung oder dem Vornamen betitelt, sondern können sich selbst einen “Nickname” aussuchen. Generell wirkt hier alles um einiges lockerer. Kaum verwunderlich – immerhin wird hier nicht nach dem Partner fürs Leben, sondern nach einem erotischen Abenteuer gesucht.

Das Publikum ist sehr durchmischt. Hier findet sich vom Fetischisten, über den notorischen Fremdgeher bis hin zum “Normalo” alles, was die Libido begehrt. Der Ton war während des Tests locker, ungezwungen und trotz Absagen immer freundlich. Mit Wünschen, Sehnsüchten und Vorlieben wird weitestgehend offen umgegangen. First Affair ist vor allem eine Spielwiese für:

  • Fantasievolle Illusionisten und Freunde von Cyber-Sex, erotischer Fiktion sowie sexuellen Fantasiereisen.     
  • Playboys und Abenteurer, denen es rein um den körperlichen Akt geht.
  • Neugierige und experimentierfreudige Individualisten, die etwas Neues ausprobieren wollen.
  • Unkonventionelle Utopisten und Fetisch-Anhänger, die ihre Vorlieben ausleben möchten.
  • Notorische Ehebrecher und verheiratete Businessmen, die auf ihrer Geschäftsreise ein schnelles, erotisches Abenteuer erleben wollen.     
  • Unfreiwillige Fremdgeher, die in gescheiterten Beziehungen leben und auf der Suche nach körperlicher Nähe, Leidenschaft und dem gewissen Prickeln sind.
  • Cyber-Exibitionisten, die gerne Nahaufnahmen ihrer “Joysticks” per Mail verschicken.

First Affair überzeugt durch ein einfaches Handling und eine intuitive Bedienbarkeit. Ein besonderes und nützliches Feature ist der sogenannte “Tarnmodus”. Mit einem Klick lässt sich die sonst purpurfarbene Seite auch in einem unauffälligen Weiß darstellen. Die Ansicht schützt vor neugierigen Blicken. Das Feature “Vertrauensleute” ermöglicht eine manuelle Freischaltung der Fotos für Personen, die man zuvor bestätigt hat.

Empfehlung

Die Seitensprung-Plattform First Affair kann von Frauen kostenlos genutzt werden. Daher ist der weibliche Anteil im Vergleich zu anderen Casual-Dating-Portalen mit 25% auch relativ hoch. Zusätzliche Features wie eine höhere Platzierung des eigenen Profils oder das Versenden von sogenannten VIP-Nachrichten können mit “Credits” bezahlt werden. Die könnt ihr entweder käuflich erwerben oder als Belohnung (zum Beispiel für die Durchführung einer “Echtheitsprüfung”) erhalten. Achtung: Frauen, die auf der Suche nach anderen Frauen sind und diese auch kontaktieren möchten, bilden eine Ausnahme und müssen dafür zahlen.  

Auch Männer können das Casual-Dating-Portal First Affair kostenlos nutzen – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Nachrichten können weder gelesen noch beantwortet werden. Außerdem steht die Funktion “Vertrauensleute” nicht zur Verfügung. Wer seine Chancen als Mann verbessern möchte, sollte daher auf eine kostenpflichtige Mitgliedschaft setzen. Die Beträge richten sich dabei nach der gewählten Vertragslaufzeit, sind generell aber im niedrigen Preissegment anzusiedeln.

Den ausführlichen Testbericht für das Casual-Dating-Portal First Affair gibt es übrigens hier.

Zusammenfassung

Positiv:

  • Vielseitiges Publikum mit verschiedenen Neigungen, Bedürfnissen und Ambitionen. Hier ist für jeden etwas Passendes dabei.
  • Frisches Design, übersichtliche Struktur, tolle Features (“Tarnmodus”, “Vertrauensleute”)
  • Nickname ist frei wählbar
  • Seriöse Casual-Dating-Plattform mit verifizierten Mitgliedern
  • Während 24h-Testphase: Kein Kontakt zu Stalkern, fragwürdigen Mitgliedern oder Romance Scammern.
  • Keine Flut an E-Mails. Während des Tests: Nur 5 Benachrichtigungs-Mails von First Affair im Posteingang. Bei Herausgabe der Mail-Adresse an andere Mitglieder muss allerdings mit eindeutigen Inhalten gerechnet werden.   

Negativ:     

  • Probleme bei der Foto-Freischaltung
  • Für Männer: Eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten bei einer Basis-Mitgliedschaft

Fazit:

  • First Affair ist eine Casual-Dating-Plattform mit großem Unterhaltungsfaktor und den unterschiedlichsten Mitgliedern. Hier gibt es garantiert für jedes Bedürfnis, jeden Passion und jeden Fetisch den passenden Kontakt.

 

* Sämtliche Namen wurden geändert.

Testbericht zu First Affair etwa 1,8 Millionen Mitglieder

  • Plattform garantiert "100%-ige Anonymität" und Transparenz
  • Günstige Mitgliederbeiträge und kostenloser Account für Frauen.
  • Viele Kommunikationsmöglichkeiten (Livechat mit Webcam oder anonyme Telefonate)
  • Gelungenes Feature "Tarnmodus" schützt vor neugierigen Blicken.
  • Großer Ratgeber-Bereich, viele Tipps und "Liebeslexikon"