10 Vorurteile über das Vatersein

Da fragt man sich und einen Freund in einem schwachen Moment, wie es so wäre mit einem eigenen Kind. Und schon bekommst du die Breitseite: Das ganze Geld geht fürs Kind drauf. Die Freiheit ist futsch. Kein Sex mehr. Und, und, und… Was ist dran an den Ängsten, mit denen sich künftige Papas quälen?

10 Vorurteile über das Vatersein - Babyschuhe neben Männerschuhen
© Fotolia

Du spielst mit dem Gedanken, irgendwann mal Vater zu werden. Sonst wärst du vermutlich nicht hier. Vielleicht grübelst du aber noch und bist dir nicht ganz sicher, ob du überhaupt Vater sein willst. Hast du Bammel vor der Verantwortung, dem Stress oder der Belastung? Reden wir Tacheles: Deine Sorgen sind berechtigt. Nimmt man es genau, sollte jedes Neugeborene mit einem Warnhinweis versehen werden: „Kann Schlafstörungen, Frust, Zeitmangel und Ebbe im Geldbeutel verursachen.“ Aber stimmt das wirklich? Wir haben die zehn häufigsten Vorurteile über das Vatersein unter die Lupe genommen.  

Vorurteil 1: Ich arbeite nur noch für das Kind

Seien wir ehrlich: Ja, Kinder sind teuer und als Geldanlage kaum zu gebrauchen. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes geben Eltern für ein Einzelkind im Schnitt 584 Euro monatlich aus. Hochgerechnet kostet der Nachwuchs bis zu seinem 18. Lebensjahr also rund 126.000 Euro, wobei die Kosten vom Baby zum Kleinkind bis hin zum Teenager kontinuierlich steigen. Versicherungen, Betreuungs- und Bildungskosten sind da noch nicht mal mit drin.  

Die gute Nachricht: Zweit- und Dritt-Kinder kosten weniger. Außerdem kann man mit der Anschaffung von gebrauchten Buggys, Kindersitzen und Kinderfahrrädern viel Geld sparen.  Eltern von heute müssen keine Millionäre sein – deine waren es vermutlich auch nicht. Wer gut kalkuliert und ein bisschen voraus plant, bekommt das geregelt. Zudem sind heute mehr Frauen berufstätig und leisten ihren finanziellen Beitrag. Die meisten Eltern werden dir bestätigen, dass die Investition in ein Kind sich lohnen wird.

Man kann natürlich auch eine gewagte Gegenrechnung mit nicht getrunkenem Bier machen. Aber lassen wir das mal.

Fazit: An dem Vorurteil ist was dran.

Vorurteil 2: Ich kann nicht mehr richtig (durch)schlafen

Die schlechte Nachricht zuerst: Babys können dir gerade in den ersten Monaten den Schlaf rauben. Wenn der Zwerg nachts zum Appell ruft, muss man antreten. Da kommt man als übernächtigter, ins Kinderzimmer schlurfender Zombie-Vater auch schon mal ins Motzen, Jammern und Geifern – “The Walking Dad” in Dauerschleife. Die gute Nachricht: Die Phase ist überschaubar. Forscher der Universität London haben herausgefunden, dass 70 Prozent aller untersuchten Babys bereits mit drei Monaten durchschlafen. Aber Vorsicht! Babys verstehen unter “durchschlafen” etwas anderes als wir: nämlich von Mitternacht bis etwa 5 Uhr morgens. Zum Glück kann man sich aber mit der Partnerin abwechseln. Da kommen normalerweise schon ein paar Stündchen Schlaf zusammen.

Fazit: Es haben schon ganz andere Schlafmützen die müde Zeit überwunden. Also halb so wild.

Vorurteil 3: Alles dreht sich nur noch ums Baby

Zugegeben: Babys verlangen viel Aufmerksamkeit, Fürsorge und können wahre Zeitfresser sein. In den ersten paar Wochen bleibt wenig Raum für die eigenen Bedürfnisse. Da kommt eine neue Aufgabe auf dich bzw. das Paar zu. Man darf nicht vergessen, dass das Trio auch aus einem Duo besteht. Man sollte genügend Quality-Time einbauen. Soll heißen: Männer, organisiert euch. Ja, die Zeiten in denen man endlos auf der Couch rumgammelt, sind eher vorbei. Aber mit Oma, Opa, Freunden, Babysitter sind schöne, erfüllende Abende mit der Liebsten leicht machbar – und man schätzt sie umso mehr.

Fazit: Mehr Chance als Risiko.

Vorurteil 4: Wir werden kaum noch Sex haben

Rund um das Thema Sex während der Schwangerschaft kursieren die wildesten Gerüchte und Ammenmärchen: Durch den Geschlechtsverkehr kann eine Fehlgeburt ausgelöst werden. Durch den weiblichen Orgasmus wird der Bauch hart und das Baby eingequetscht.

Nach kurzer Recherche ist man schlauer. Sex während der Schwangerschaft ist bis auf einige Ausnahmen völlig ungefährlich. Was dazu kommt: Die weibliche Lust auf Sex steigt durch die Schwangerschaft den Berichten vieler werdender Mütter zufolge eher an. Einer Befragung der Berliner Charité zufolge haben werdende Eltern im Schnitt etwa 1,5 mal in der Woche Sex. Wenn das nichts ist.

Aber wie sieht es nach der Geburt aus? Die Hälfte aller befragten Mütter hatte bereits innerhalb der ersten zwei Monate nach der Entbindung wieder Sex. Im Fall von kleineren Durststrecken nach der Geburt sollten Paare unbedingt miteinander reden. Oftmals sind Frauen nach der Entbindung befangen oder fühlen sich unsexy – ein Missverständnis, das mit ein paar Gesprächen ausgeräumt werden kann.

Der Männerforscher Hans-Udo Eickenberg verweist übrigens darauf, dass Väter in Partnerschaften mehr Sex haben.

Fazit: Es kommt drauf an, was ihr draus macht.

Vorurteil 5: Ein Baby zwingt mich, erwachsen zu werden

Ganz vorneweg muss man mal fragen: Ist das ein Fehler? Die Antwort darf sich gerne jeder selber geben. Eines ist jedenfalls richtig: Ein Baby bedeutet Verantwortung. Damit ist nicht nur die finanzielle Absicherung gemeint, sondern auch Fürsorge, Förderung und Erziehung. Bislang hat es gereicht, wenn man (mehr oder weniger) für sich selbst sorgen konnte. Vätern wird allerdings weitaus mehr abverlangt: Sie sollen das Kind ernähren, ihm die richtigen Werte vermitteln und ihn zu einem halbwegs gelungenen Erwachsen großziehen. Nicht nur Frauen müssen einen Spagat zwischen Karriere und Kindern bewältigen, sondern auch die Männer. Väter von heute sollen gleichzeitig traditionelle Versorger sowie auch Super-Daddys sein, die sich aktiv an der Erziehung beteiligen – pädagogisch wertvoll natürlich. Indirekt zwingt einen der Nachwuchs dazu, sich mit vielen neuen Fragen auseinanderzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln. Wenn „Erwachsen sein“ das bedeutet, dann ist das Vorurteil wahr.  

Dass man als Vater allerdings aufhört, man selbst zu sein, ist Quatsch. Wenn du darauf Lust hast, wirst du dich weiter mit den Kumpels treffen. Eine Nacht um die Häuser zu ziehen oder einen Abend vor der XBox abzuhängen geht da schon klar.

Fazit: Du wirst dich weiterentwickeln. Das ist aber kein Fehler.

Vorurteil 6: Durch ein Baby verliere ich meine Unabhängigkeit und alle Freiheiten

Zugegeben: Väter, die bis morgens um vier Uhr noch mit ihren Kumpels um die Häuser ziehen, eine Rucksacktour durch Asien machen oder spontan in den Tag hineinleben, sieht man eher selten. Vatersein bedeutet den Abschied vom Junggesellendasein. Das kann schon schmerzhaft sein, muss es aber nicht.

Es hilft die Einsicht, dass man viel mehr mit Kindern im Schlepptau machen kann, als man vielleicht erwartet. Viele Familien nutzen die Elternzeit neuerdings für längere Auslandsaufenthalte – ein Bekannter ist mit der Familie im Schlepptau sogar ein halbes Jahr durch Europa getingelt, bevor sie noch für einen Monat nach Thailand geflogen sind. Viele Paare nehmen ihre Kinder auch mit in Cafés, zu Partys oder auf kleinere Festivals. Du wirst überrascht sein, was man mit Kindern alles machen kann. Darüber hinaus kann man sich mit der Mutter abwechseln: Dienstags ein Fußballabend für dich, Donnerstags ein Mädelsabend für deine bessere Hälfte. Das Leben als Vater ist nicht zu Ende.

Fazit: Es ist möglich, sich einen großen Teil zu erhalten, man muss sich die Freiheiten aber auch schaffen.

Vorurteil 7: Ich werde nur noch mit anderen Eltern rumhängen

Viele angehende Väter fürchten sich davor, dass sie kaum noch ihre (kinderlosen) Kumpels zu sehen bekommen und ihre Zeit nur noch mit anderen Papas und Mamas verbringen müssen. Und es stimmt: Man hat während der ersten Zeit mehr mit Menschen zu tun, die auch Kinder haben. Man hat immerhin die gleichen Themen (Lohnt sich die Anschaffung eines Windeleimers?), den gleichen Ärger (Wann schläft das Kind durch?) und denselben Bürokratiewahnsinn (Wann muss man als Vater spätestens Elternzeit beantragen?).

Väter im Freundeskreis können großartige Ratgeber sein. Deine kinderlosen Kumpels kommen vermutlich auch eine Zeit lang zu kurz. Und vielleicht haben sie mit der ganzen Baby-Kiste nicht so viel am Hut. Aber auch hier gilt, wer sich drum kümmert, der schafft das auch. Wenn du deinem Kumpel den Wurm mit vollgeballerter Windel in die Hand drückst und sagst: “Halt mal kurz” – auf das Gesicht will niemand verzichten. Und überhaupt: Man könnte meinen, dass die Gesprächsthemen, denen nach dem achten Bier gleichen – nur, dass es sich nicht mehr um die eigenen Körperausscheidungen handelt.

Fazit: Auch hier ist es eine reine Sache der Organisation.

Vorurteil 8: Das Vatersein macht mich zum Waschlappen und Pantoffelhelden

Wie schon gesagt: Den Vätern von heute wird einiges abverlangt. Viele angehende Väter befürchten, dass ihre Männlichkeit dadurch einen Knacks bekommt. Während man eben noch gemeinsam mit den Kumpels ein Bier trinken ging, Poker spielte, jedes Fußballspiel verfolgte oder Motorradtouren unternahm, soll man als Vater plötzlich nur noch Zuhause bleiben und fließend Babysprache sprechen können. Macht das Vatersein einen dadurch weniger männlich? Immerhin haben amerikanische Wissenschaftler bei einer Langzeitstudie herausgefunden, dass der Testosterongehalt bei frischgebackenen Vätern sinkt, sobald das Kind auf der Welt ist. Bei Männern, die sich drei oder mehr Stunden täglich um ihren Nachwuchs kümmern, ist der Hormonspiegel zudem niedriger, als bei Männern, die nicht in die Erziehung involviert sind.

Aber sind Väter deswegen weniger maskulin? Es wird wohl eher andersherum ein Schuh draus. Es gibt nichts, was dich mehr zum Mann macht, als das Vatersein. Es geht darum, der Verantwortung gewachsen sein und den Nachwuchs auf den richtigen Weg zu führen: eben seinen Mann zu stehen.

Fazit: Was gibt es Männlicheres?

Vorurteil 9: Ich werde kein guter Vater sein.

Ich werde Vater. Spätestens nach der ersten Euphorie tauchen ein paar Fragen auf. Werde ich mein Kind überhaupt lieben können? Schaffe ich es, ein guter Vater zu sein? Diese Ängste sind völlig normal und beschäftigen übrigens auch die Mütter.

Die Befürchtung, dass du dein Kind nicht lieben können wirst, wird sich schnell in Luft auflösen, sobald du das kleine Bündel im Arm hältst. Wer sich fragt, ob er seinem Kind ein guter Vater sein wird, der bringt die wichtigste Voraussetzungen schon mit: Den Willen, die Aufgabe anzunehmen und zu gestalten. Beim Vatersein gibt es nämlich häufig kein richtig oder falsch. Wer auf sein Gefühl hört, hat gute Chancen das Kind schon zu schaukeln.
Eine andere Frage, die sich manchen erst später aufdrängt: Wie konnte ich zu Homer Simpson mutieren? Der Sohn, der einem auf der Nase rumtanzt und den man kräftig schütteln möchte. Der macht manche Sachen aber auch nicht so schlecht.

Fazit: Garantien gibt es keine. Wer sich engagiert, hat aber gute Chancen.   

Vorurteil 10: Ich bin noch nicht bereit dafür

Das Gefühl, noch nicht bereit für ein Baby zu sein, kennen viele Männer. Und zwar nicht nur Singles, sondern auch solche, die in festen Partnerschaften leben. Also schieben sie das Kinderkriegen ewig hinaus, denn die meisten Männer gehen davon aus, dass sie dafür noch ewig Zeit haben. Aber die Uhr tickt, denn die Spermienqualität lässt nach.  

Vielleicht magst du jetzt tatsächlich noch nicht bereit für Kinder sein. Aber niemand ist jemals wirklich bereit dafür. Und früher oder später wirst du dein kinderloses Dasein vielleicht bereuen. Eine Studie von DIE ZEIT, infas und der WZB hat ergeben, dass viele “kinderlose Männer finden, der kommenden Generation sollten Kinder wichtiger sein, als sie ihnen selbst waren. Sie bereuen also das Gegenteil – keine Kinder bekommen zu haben.” Mann kann natürlich ewig darauf warten, da gibt es nur den Sprung in kalte Wasser.

Fazit: Wie viel Millionen Männer genießen Vaterfreuden, ohne dass sie jemals darüber nachdenken konnten, ob sie bereit sind? Ein typischer Fall von “First World Problem”.

Projekt Baby – Planungsphase und Umsetzung

Ein schönes Sprichwort sagt “Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.” Wie die obigen zehn Mythen gezeigt haben, muss es gar nicht so schwer sein und vieles lässt sich mit ein bisschen Planung, Organisation und Weitsicht regeln. Dennoch sollte man das “Projekt Baby” nicht unterschätzen. Zumindest ein paar Umstände sollten gegeben sein, bevor man sich blind in das Abenteuer stürzt. Dazu gehören geordnete Verhältnisse, ein irgendwie geregeltes Einkommen und natürlich die richtige Partnerin. Als erstes sollte man für ein stabiles Umfeld sorgen – dazu gehört eine babygerechte Wohnung, regelmäßige Einkünfte und idealerweise ein fester Familien- und Freundeskreis. Wem für das “Projekt Baby” noch die richtige Frau fehlt, sollte sich davon nicht entmutigen lassen. Auf seriösen Partnervermittlungen wie Parship, eDarling oder Elitepartner tummeln sich viele gleichgesinnte Frauen mit Kinderwunsch, die auf der Suche nach einem passenden Mann sind. Die Chancen, hier auf einen gleichgesinnten Single zu treffen, stehen wirklich gut. Laut einer Parship-Umfrage konnten sich rund 81 Prozent aller befragten Mitglieder vorstellen, mit einem neuen Partner eigenen Nachwuchs zu bekommen.

Tipp: Was man innerhalb eines Tages auf einer Partnerbörse erlebt, erfährst du übrigens in den 24-Stunden-Tests für eDarling, Parship und Elitepartner.

Testbericht zu Parship über 5 Millionen Mitglieder in Deutschland

  • Sehr seriöse Partnerbörse
  • TÜV-zertifiziert
  • Viele registrierte Mitglieder
  • Gezieltes Matching passender Partner durch fundierten Persönlichkeitstests
  • Hilfreiche Tipps im Magazin “beziehungsweise”
  • Große Auswahl an Single-Events
  • Herzliche Community und freundlicher Umgangston
  • Sehr großer Service-Faktor
  • Vielfach premiert und ausgezeichnet