Was sucht ihr zum Thema Partnervermittlung?

Sind auf Partnerbörsen nur hässliche Menschen angemeldet? Warum Antworten Frauen nie auf meine Nachrichten? Und kann man online wirklich die große Liebe finden? Wir beantworten eure 10 häufigsten Suchanfragen zum Thema Partnerbörsen.

Frau sitzt draußen vor ihrem Laptop.
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1. Sind auf Partnerbörsen nur hässliche Menschen angemeldet?

Die Frage scheint euch wirklich brennend zu interessieren – immerhin wird sie so (oder so ähnlich) in allen möglichen Foren, Chats und Communities diskutiert. Mal ganz davon abgesehen, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt, lautet die Antwort: Nein. Auf Dating-Plattformen sind auch Menschen unterwegs, die nicht scheiße aussehen. Zum Beispiel Legolas himself alias Orlando Bloom, der jahrelang auf amerikanischen Partnerbörsen aktiv war. Katy Perry, Ed Sheeran und Lindsay Lohan tummeln sich auf der Dating-App Tinder. Und der deutsche “GZSZ”-Schönling Jörn Schlönvoigt hat seine jetzige Freundin über die Dating-App Badoo kennengelernt. Im Prinzip sind solche Plattformen ein Spiegel unserer Gesellschaft, wo alle ihre Angel auswerfen – sowohl Beautys wie auch “Normalos”. Wer die Auswahl etwas einschränken will, sollte sich über die Community des jeweiligen Anbieters informieren – zum Beispiel mithilfe unserer Testberichte. Und wer unter keinen Umständen unattraktive Menschen sehen möchte, darf gerne nach Monaco, Dubai oder Sylt auswandern.

2. Gibt es Partnerbörsen für Jugendliche unter 18?

Um sich bei Parship, eDarling, LoveScout24 und Co. anzumelden, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Wer als Teenie eine große und vor allem seriöse Partnerbörse mit den üblichen Serviceleistungen sucht, schaut also leider in die Röhre. Flirt-Plattformen extra für Jugendliche gibt es aber wie Sand am Meer. Teenager nutzen zum Anbändeln vor allem Facebook-Gruppen wie etwa  “Single ab 14 Jahre alt” oder Chat-Communities wie Kwick (ab 12 Jahre), Jappy (ab 14 Jahre) und das Chat-Urgestein Knuddels (ab 14 Jahre). Einige dieser Anbieter haben allerdings mit dem Ruf zu kämpfeln, eine Plattform für Cyber-Grooming zu sein. Mit diesem Phänomen ist die sexuelle Belästigung und der Missbrauch Minderjähriger durch Erwachsene gemeint. Knuddels hat mittlerweile mit ausführlichen Jugenschutzinformationen, Ratgeber-Texten, einem technischen Filter für fragwürdige Inhalte und mit einem Jugenschutz-Test für alle Mitglieder unter 16 Jahren reagiert. Die Maschen der Täter ändern sich aber ständig und werden immer raffinierter. Deshalb sind bei der Aufklärung vor allem Eltern, Lehrer und die Plattformen selbst gefragt. Als Jugendlicher sollte man aufpassen, ab wen man gerät.

3. Lohnen sich kostenpflichtige Partnerbörsen?

Das kommt ganz darauf an, was du suchst. Eine gute Faustregel: Wer viel Service will, muss dafür zahlen. Partnerbörsen wie ParshipeDarling oder Elitepartner kosten zwar Geld, dafür sind die Erfolgschancen hier aber auch höher. Klar gibt es auch komplett kostenlose Plattformen wie Finya.de, Fischkopf.de, lablue.de, OkCupid.com oder Lokalisten.de. Dabei handelt es sich aber eher um Singlebörsen, wo man zwanglos Leute kennenlernen und vor allem flirten kann. Wer wissen möchte, was der Unterschied zwischen einer Partner- und einer Singlebörse ist, sollte einen Blick in unsere Tabelle und die kleine Begriffskunde rund um das Online-Dating werfen. Du suchst die große Liebe? Dann bist du bei einer seriösen Partnerbörse am besten aufgehoben. Wie viel dir das wert ist, bleibt dir überlassen. Einen Überblick über die Kosten der verschiedenen Anbieter bekommst du in unseren Testberichten.

4. Gibt es auch seriöse Partnervermittlungen?

Die gibt es – sogar gekennzeichnet mit Siegel, Zertifikat, Urkunde, Auszeichnung, Empfehlung, Medaille und allem Pipapo. Der Nachteil daran? Mittlerweile gibt es so viele Kennzeichnungen für alle möglichen Kategorien, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Ganz nach dem Motto: “Verdammt, unsere Webseite hat noch kein Siegel erhalten. Machen wir uns einfach selbst eins und pappen es groß vorne drauf.” Wer im Siegel-Dschungel den Durchblick behalten möchte, kann auf allgemein gültige Siegel und Auszeichnungen achten. Ein gutes Indiz für eine hohe Datensicherheit ist zum Beispiel das “s@fer-shopping”-Siegel vom TÜV Süd. Das Zertifikat bescheinigt den Partnerbörsen laut TÜV “ein hohes Maß an Qualität und Sicherheit für den Online-Kunden”. Darüber könnt ihr nach Siegeln und Auszeichnungen der Stiftung Warentest Ausschau halten. Die Verbraucherorganisation nimmt bei Partner- und Singlebörsen auf Herz und Nieren vor allem die Bereiche Partnersuche, Mitgliedschaft, Webseite und App sowie die Datenschutzbestimmungen unter die Lupe. Als besonders sicher wurden übrigens die Plattformen ParshipeDarling, LoveScout24, Neu.de und DatingCafe eingestuft. Wer konkrete Sicherheitstipps sucht, sollte einen Blick in den Artikel “Safety First beim Online-Dating” werfen.

Testbericht zu Parship 5 Millionen Mitglieder

  • Sehr seriöse Partnerbörse
  • TÜV-zertifiziert
  • Viele registrierte Mitglieder
  • Gezieltes Matching passender Partner durch fundierten Persönlichkeitstests
  • Hilfreiche Tipps im Magazin “beziehungsweise”
  • Große Auswahl an Single-Events
  • Herzliche Community und freundlicher Umgangston
  • Sehr großer Service-Faktor
  • Vielfach premiert und ausgezeichnet

5. Wie sticht man beim Online-Dating heraus?

Du willst die Kurzfassung? Durch ein ungewöhnliches Profil. Sei bei der Gestaltung also ruhig kreativ, verwende ein sympathisches Foto und mach dein Gegenüber neugierig. Du weißt selbst sicher am besten, wie viele Profile man tagtäglich zu Gesicht bekommt. Stelle dir also die Frage, bei welchen Profilen du meist hängenbleibst. Vielleicht kannst du die ein oder andere Inspiration für dein Profil verwenden. Wer Beratung in Sachen Profilgestaltung sucht, sollte einen Blick in den Artikel “Online Dating Anleitung” werfen. Wie du ein gelungenes Profilfoto machst, erfährst du im Artikel “Tipps für das richtige Profilbild”.

6. Warum antworten Frauen nie?

Wenn Frauen auf deine Nachrichten nicht antworten, kann das viele Gründe haben. Vielleicht hat sie gerade keine Zeit. Vielleicht hat sie schon einen Typen an der Angel. Vielleicht hat sie es vergessen. Vielleicht hat sie aber auch einfach keine Lust. Dagegen kannst du nicht viel ausrichten. Was du trotzdem versuchen kannst: Möbel dein Profil auf (siehe oben) und lass dir einen besseren Nachrichtentext einfallen als “Hi, wie geht´s?”. Würden angeschriebene Frauen für jede erhaltene Nachricht, die so anfängt, einen Euro bekommen, gäbe es heute viele reiche Ladys. Bei der Flut an Nachrichten mit denen viele Single-Damen konfrontiert werden, muss deine Mail besonders auffallen. Wie die erste Kontaktaufnahme besser funktioniert, erfährst du übrigens hier. Aber wie kommt es, dass so viele weibliche Mitglieder in Nachrichten ersaufen, während die männlichen Mitglieder mitunter Däumchen drehen? Kommen wir zur nächsten Frage.

7. Warum gibt es bei den meisten Dating-Seiten einen Männerüberschuss?

Gute Frage – so gut, dass sich selbst einige Forscher daran die Zähne ausbeißen. Die Kommunikaktionswissenschaftlerin Birgit Adam beschreibt in ihrem Buch “Gesucht: Neue Liebe”, dass Online-Partnervermittlungen anfänglich vor allem von Männern genutzt wurden. Anbieter haben darauf reagiert, indem sie Frauen weniger zahlen oder sogar kostenlos flirten ließen. Das hatte laut Adam zur Folge, dass mittlerweile “das Geschlechterverhältnis bei den meisten Online-Kontaktbörsen fast ausgewogen” ist. Sogar mehr als “fast”: Bei kostenpflichtigen Partnerbörsen wie ParshipeDarling und Elitepartner gibt es bereits einen leichten Frauenüberschuss. Auf Singlebörsen wie LoveScout24DatingCafe und Neu.de sind hingegen auch weiterhin etwas mehr Männer als Frauen angemeldet. Und auf einigen Casual-Dating-Plattformen wie First Affair tummeln sich etwa 75 Prozent Männer und nur 25 Prozent Frauen. Wie kommt das?

Vielleicht liegt es daran, dass Frauen tendenziell eher die große Liebe suchen und eine Familie gründen möchten. Und Männer mit einem ernsthaften Kinderwunsch melden sich wahrscheinlich eher bei einer Partnerbörse an, anstatt die Frau fürs Leben auf Tinder zu suchen. In den Foren vermuten einige Frauen ganz richtig, dass die Kosten einer Premium-Mitgliedschaft viele Männer abschreckt, die nicht auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung sind.

8. Gibt es auch Singlebörsen ohne Anmeldung?

Mit “Anmeldung” meint ihr bestimmt die Registrierung per Mail-Adresse, Nickname und Passwort. Singlebörsen komplett ohne Anmeldung haben wir bisher noch nicht ausfindig machen können. Selbst für die meisten Chats oder für Facebook-Gruppen braucht man Login-Daten. Die Google-Suche nach “Partnersuche ohne E-Mail-Adresse” oder “Chat ohne Anmeldung” gibt auch nicht viel her. Zwar werden ein Haufen Ergebnisse angezeigt – beim Durchklicken stößt man aber größtenteils auf Anbieter MIT Anmeldung oder auf Abzockseiten mit Massen an Pop-Up-Werbung. Der Anbieter Bildkontakte ermöglicht immerhin einen Free-Chat, wo man sich per Gast-Login erst einmal in den verschiedenen Channels umsehen und probeweise Leute anquatschen kann. Über kurz oder lang kommt man um eine Anmeldung aber meist nicht herum. Und das ist auch gut so. Wo es null Verbindlichkeiten gibt, tummeln sich meist etliche zwielichtige Gestalten, Betrüger, “Romance Scammer”.

9. Kann man im Internet wirklich die große Liebe finden?

Um es kurz zu machen: Das kann man tatsächlich. Die Erfolgsquoten beim Online-Dating sind sogar relativ hoch. Eine Bitcom-Studie hat beispielsweise herausgefunden, dass bereits 2014 jeder dritte Internetnutzer seinen Partner über eine Dating-Plattform kennengelernt hat. Andere Untersuchungen wollen herausgefunden haben, dass Online-Beziehungen besonders lange halten sollen und Internet-Paare glücklicher sind. Mehr Informationen dazu findest du übrigens in unserem Artikel “Online-Dating: Erfahrungen, Image und Erfolgsquoten”. Online-Dating scheint zu funktionieren. Jetzt solltest du nur noch wissen, wonach du suchst. Wer es auf neue Freunde und heiße Flirts abgesehen hat, sollte es bei Singlebörsen wie LoveScout24 versuchen. Die große Liebe findet man aber eher bei seriösen Partnervermittungen wie Parship.

Testbericht zu Parship 5 Millionen Mitglieder

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  • TÜV-zertifiziert
  • Viele registrierte Mitglieder
  • Gezieltes Matching passender Partner durch fundierten Persönlichkeitstests
  • Hilfreiche Tipps im Magazin “beziehungsweise”
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  • Herzliche Community und freundlicher Umgangston
  • Sehr großer Service-Faktor
  • Vielfach premiert und ausgezeichnet

10. Außer der Reihe – Meint ihr das ernst?

Abschließend ein paar gesammelte Fragen aus Foren und Communities, bei denen wir uns ehrlich gefragt haben, ob ihr das ernst meint. Eure “skurrilen Google-Anfragen zum Thema Online-Dating” kennen wir ja schon – und das war erschütternd genug. Dass ihr im Bereich Partnerbörsen genauso verrückte Fragen habt, hätten wir allerdings nicht gedacht. Und jetzt bitte anschnallen:

Gibt es eine staatliche Partnerbörse?

Vater Staat kümmert sich ja um vieles. Dass er uns vorschreibt, wen wir daten, lieben und heiraten sollen, ist aber zum Glück noch nicht gesetzlich geregelt.

Muss man bei einer Partnerbörse direkt heiraten oder kann man sich noch umentscheiden?

Ob die Frage wirklich ernst gemeint ist, können wir nicht sagen. Wir können euch aber versichern, dass wir noch(!) von keiner Partnerbörse mit Heiratspflicht gehört haben. Und zur Not könnt ihr immer noch von den 14 Tagen Rückgaberecht Gebrauch machen. (Nur Spaß!)

Wie kann ich einen Online-Kontakt in die “Friendzone” schieben?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, wie man seinem Gegenüber auf ewig den Kumpel-Stempel aufdrücken und als Kandidaten streichen kann. Und das ist gut so.  Die Friendzone ist kein netter Ort und wer einmal da gelandet ist, kommt nie wieder raus. Wenn du deinen Online-Kontakt trotzdem “in die Friendzone schieben” möchtest, hast du leider Pech gehabt. Einen Button dafür gibt es zum Glück noch nicht.

Kann man verschwommene Nachrichten scharf machen, ohne Geld zu zahlen?

Du Fuchs, du! Du suchst tatsächlich nach einer Möglichkeit, um Premium-Leistungen in Anspruch zu nehmen, ohne die Mitgliedschaftsgebühren dafür zu bezahlen. Leider müssen wir dich enttäuschen. Bisher gibt es noch kein Programm und keine App, die es ermöglicht, unkenntlich gemachte Nachrichten sichtbar zu machen. Du könntest einen Hacker damit beauftragen. Der verlangt aber sicher mehr für das Zeigen einer Nachricht als die Partnerbörse. Wer solche Tricksereien versucht, klaut sicher auch Lollies am Kiosk.

Gibt es eine Partnervermittlung für Knoblauch-Liebhaber?

Es versteht sich von selbst, dass man als Knoblauch-Liebhaber oft einsam ist. Mit einem Knollen-Kumpan an deiner Seite könntest du ungeniert deine Passion ausleben, ohne den anderen zu vergraulen. Es gibt zwar Tinder für Affen, Dating-Apps für faule Menschen oder auch Speed-Dating extra für Choleriker (genannt “Speed-Hating”). Eine Partnervermittlung extra für Knoblauch-Liebhaber ist uns noch nicht untergekommen. Wir drücken dir aber ganz fest die Daumen. Ehrlich.

Das waren unsere Antworten auf eure häufigsten Fragen zum Thema Partnerbörsen – dann mal viel Glück.